Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Jede Frau ist im Laufe ihrer Schwangerschaft immer wieder mit neuen Fragen konfrontiert, auf die sie gerne umgehend eine Auskunft haben möchte. Das Team von BabyCare sammelt alle Fragen der Frauen, die am BabyCare-Programm teilnehmen. Die Antworten finden Sie im folgenden Themenkatalog.

Akupunktur als Behandlungsmethode

Alternative Behandlungsformen finden immer mehr Einzug ins Interesse der Allgemeinheit - dies triff natürlich auch auf Schwangere zu. Eine von vielen alternativen Behandlungsmöglichkeiten, um Beschwerden zu lindern, ist Akupunktur. Diese Heilmethode ist für Schwangere besonders interessant, da während der Schwangerschaft oft von einer Behandlung mit Medikamenten abgeraten wird.

Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin, bei dieser Behandlungsmethode werden an bestimmten Punkten am Körper Nadeln gestochen. Gegen Akupunktur in der Schwangerschaft ist nichts einzuwenden. Verschiedene gynäkologische Beschwerden und Krankheiten werden können damit erfolgreich behandelt werden. Die Wirksamkeit der Akupunktur ist aber nach wie vor nicht richtig gesichert. In jedem Fall stellt sich die Wirksamkeit bei dieser Form der Behandlung erst nach einigen Sitzungen ein.

In der Schwangerschaft leiden z. B. viele Frauen an Kopfschmerzen. Die Zahl der Ärzte, die Akupunktur als alternative Behandlungsmethode einsetzen, ist daher steigend. Es gibt verschiedene Arten, die Nadeln einzusetzen. Sie können nur bis zum Gewebe reichen oder während der Behandlung nicht festsitzen, sondern gedreht werden. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrer behandelnden Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt ab, welche Behandlung für Sie in Frage kommt und lassen Sie sich nur von einem Profi behandeln. 

Akupunktur kann aber auch bei der Geburt selbst angewendet werden und wird daher bereits in einigen Kreißsälen (etwa die Hälfte der Entbindungsstationen in der Bundesrepublik) angeboten. In den zurückliegenden Jahren haben mehrere Hundert Hebammen und Gynäkologen diese Methode der Geburtserleichterung erlernt und wenden sie seither erfolgreich an. Mit Hilfe von Akupunktur kommt es zu einer Verringerung der Schmerzen und zu einer kürzeren Entbindungszeit. Akupunktur hilft außerdem dabei, die Wehentätigkeit anzuregen und die Mutter psychisch zu entspannen, sodass sie besser mitarbeiten kann. Die Einstichstellen während der Geburt befinden sich im Unterbauch oder am Rücken.

Die Kosten für eine Akupunkturbehandlung werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Einige private Krankenkassen übernehmen jedoch die Kosten für eine Behandlung. Fragen Sie einfach bei Ihrer Kasse nach!

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 20.11.01 00:00
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 28.08.15 16:41
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