Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Jede Frau ist im Laufe ihrer Schwangerschaft immer wieder mit neuen Fragen konfrontiert, auf die sie gerne umgehend eine Auskunft haben möchte. Das Team von BabyCare sammelt alle Fragen der Frauen, die am BabyCare-Programm teilnehmen. Die Antworten finden Sie im folgenden Themenkatalog.

Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen sind ein Problem, mit dem sich viele Frauen in der Schwangerschaft auseinandersetzen müssen. Sie entstehen dadurch, dass sich aufgrund der hormonellen Veränderung das Bindegewebe lockert, die Haut elastischer wird und eine bessere Durchblutung herrscht. Die ungeliebten Streifen sind sichtbare Erscheinungen in der Unterhaut, die auch durch starke Dehnungen des Gewebes hervorgerufen werden. Die Färbung, meist rot bis lila, entsteht durch durchscheinende Blutgefäße, die durch die starke Dehnung sichtbar werden. Weiterhin kann es auch erblich bedingt sein, ob man Schwangerschaftsstreifen bekommt oder nicht. Sie treten besonders im Bereich des Bauches, der Hüfte, des Gesäßes und der Brüste auf. Nach der Schwangerschaft verblassen die Streifen dann wieder, ganz weg gehen sie allerdings nicht mehr. Zudem treten diese nicht nur im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft auf, sie können auch durch Veränderungen der Haut, beim Wachstum oder bei Übergewicht zu Stande kommen.

Es gibt einige Tipps, die von Schwangeren beherzigt werden können, um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Es ist besonders wichtig, immer viel zu trinken, denn die Haut braucht viel Wasser, um fest zu wirken. Auch ist es wichtig, in der Schwangerschaft bewusst auf die Ernährung zu achten, denn die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist jetzt besonders wichtig. Sport kann ebenfalls helfen, die Streifen gar nicht erst aufkommen zu lassen, denn durch Sport wird das Bindegewebe gefestigt, sodass die Streifen nicht so leicht entstehen können. Weiterhin sind Massagen in der Schwangerschaft sehr beliebt. So sollte man die Haut 2 Mal täglich massieren, z. B. mit einem geeigneten Hautöl. Dabei werden der Bauch und die Oberschenkel ausreichend mit dem Öl eingerieben und massiert. Diese Öle sind in der Drogerie erhältlich. Von Cremes ist übrigens abzuraten, da diese zu schnell einziehen.

Auch die Zupfmassage ist eine beliebte Massage, die die Streifen eindämmen soll. Dabei wird die Haut vorsichtig mit 2 Fingern hochgezogen und dann zwischen den Fingern gerollt. Auch hierzu sollte etwas Öl verwendet werden. Mit einer weichen Bürste können die betroffenen Stellen zusätzlich kreisend massiert werden.

Weiterhin sind auch Kneipgüsse eine Möglichkeit der Vorbeugung. Dazu abwechselnd 5 Mal mit warmem und kaltem Wasser abduschen. Das fördert noch einmal die Durchblutung.

Mittlerweile gibt es auch einige Möglichkeiten, die Streifen nach deren Entstehung zu beseitigen, z. B. durch Lasertherapie. Wenn Sie eine solche Therapie in Erwägung ziehen, sollten Sie sich jedoch von einem Spezialisten, z. B. von einem Hautarzt, beraten lassen. Dieser kann Ihnen dann genauere Informationen dazu geben, welche Möglichkeiten es in Ihrem Falle gibt.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 25.08.06 00:00
Beitrag zuletzt aktualisiert am: 15.08.16 16:44
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