Verstopfung während der Schwangerschaft

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Verstopfung während der Schwangerschaft

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Auch wenn das Wunder der Geburt bzw. Schwangerschaft eines der schönsten Ereignisse im Leben einer Familie ist, so schlägt Frau sich währenddessen mit zahlreichen Problemen herum, u.a. mit Übelkeit, Kurzatmigkeit, Stimmungsschwankungen usw. Diese Beschwerden hängen natürlich mit dem sich verändernden Hormonhaushalt der Frau zusammen. Daneben verändert sich natürlich auch der Körper als solcher. Bei fortschreitender Schwangerschaft wird der Platz im Bauchraum immer beengter. Das bedeutet für die Organe auch eine Einschränkung in ihrer Funktion, was an sich keine bemerkenswerten Nachteile mit sich bringt, schließlich ist der weibliche Körper genauso konstruiert, dies zu ermöglichen. Dennoch hängen einige Schwangerschaftsbeschwerden eng damit zusammen, wie beispielsweise eine Verstopfung (Obstipation). Durch die erhöhte Produktion des Hormons Progesteron wird die Darmtätigkeit in der Schwangerschaft gedrosselt und es kommt zu Problemen mit dem Stuhlgang. Auch die Einnahme schlecht verträglicher Eisenpräparate kann Einfluss auf den Stuhlgang haben. Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Nebenwirkungen und Möglichkeiten beraten.

Um eine Verstopfung zu bekämpfen ist besonders in der Schwangerschaft von der Nutzung von Abführmitteln (ohne ärztliche Betreuung) unbedingt abzuraten. Die Kombination aus ausgewogener ballaststoffreicher Ernährung (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte), ausreichend Flüssigkeit (ca. 10mal 200ml ungesüßter Tee oder Wasser) und (angemessener) Bewegung kann bereits viel „in Gang setzen“. Einige weitere kleine Hinweise und Tipps sowie schonend wirkende Mittel aus Apotheke oder Reformhaus möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Versuchen Sie es morgens auf nüchternen Magen mit einem Glas warmen Wasser und dem Saft einer halben Zitrone oder einer großen Tasse leckerem Tee. Schon unsere Großmütter wussten, dass Sauerkraut(-saft) und Dörrobst, vor allem getrocknete Pflaumen, für Bewegung im Darm sorgen. Mit viel Flüssigkeit verzehrte Leinsamen oder Weizenkleie können auch Abhilfe schaffen. Achten Sie darauf, wenig Süßigkeiten zu essen und vermeiden Sie wenn möglich verstopfungsfördernde Lebensmittel wie Weißmehlprodukte, Bananen, Fastfood usw. Wichtig ist auch, dass Sie sich, wenn sich der Toilettengang ankündigt, genügend Zeit dafür nehmen. Bauchmassagen im Uhrzeigersinn lindern nicht nur bei Schwangeren, sondern später auch beim Kind Magen- und Darmbeschwerden. Flohsamen als Schleim- und Quellmittel zählen ebenso zu den natürlichen Abführmitteln die während der Schwangerschaft genommen werden dürfen, da sie nicht schleimhautreizend oder durchblutungsfördernd wirken. Verzehren Sie davon maximal drei Teelöffel täglich vermischt im Naturjoghurt, pur oder in Wasser oder Saft. Alternativ ist auch Flohsamenschalen-Pulver in der Apotheke (z.B. Mucofalk Granulat, rezeptfrei) erhältlich.
Wenn es lediglich um das Herausbringen des Stuhls geht, gibt es in der Apotheke Lecicarbonzäpfchen. Diese Zäpfchen arbeiten auf Kohlensäurebasis, haben keinen weiteren Wirkstoff und sind deshalb während der Schwangerschaft sehr zu empfehlen!

Wenden Sie sich bei Problemen, Fragen, Bedenken oder auftretenden Schmerzen immer an Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt.