Vitamin D-Versorgung in der Schwangerschaft

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Vitamin D-Versorgung in der Schwangerschaft

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Am 16.01.2012 war das Hauptthema in der aktuellen Ausgabe des „Spiegels“ (03/16.01.2012) die Vitaminversorgung in Deutschland.
Wer diesen Artikel nun gelesen hat, stellt sich vielleicht die Frage „Warum nehme ich überhaupt noch Vitaminpräparate zu mir?“. Denn die Empfehlung lautet >>Finger weg von Vitaminpräparaten<<. Dies mag vielleicht für gesunde Menschen gelten. Keinesfalls gilt dies aber für Schwangere, die bei nicht wenigen Mikronährstoffen einen Zusatzbedarf haben. Im Rahmen unseres BabyCare Programms haben wir über 20.000 Ernährungsdaten von Teilnehmerinnen gesammelt. Diese Daten zeigen ganz klar, dass Schwangere selbst durch eine besonders bewusste Ernährung die erforderlichen Zufuhrmengen bestimmter Mikronährstoffe nicht erreichen. Augenmerk wird hierbei auf die ausreichende Versorgung mit Eisen, Folsäure, Vitamin C und eben auch Vitamin D gelegt. Nun hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den täglichen Vitamin D Bedarf zum 01.01.2012 von 5 Mikrogramm auf 20 Mikrogramm und somit um das vierfache angehoben. Vor Erhöhung der aufzunehmenden Menge Vitamin D hatten schon in etwa 50% der Frauen Probleme ausschließlich durch die Nahrung die empfohlene Menge zu sich zu nehmen. Durch die neue Regelung erreicht nun praktisch keine Frau, weder vor noch in der Schwangerschaft, die empfohlene Menge. Wird der Vitamin D Bedarf in der Schwangerschaft nicht gedeckt, kann dies zu einem geringeren Geburtsgewicht des Kindes führen. Auch weitere Komplikationen können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Speziell für Sie als werdende Mutter empfehlen wir sich zum einen selbstverständlich gesund und bewusst Vitaminreich zu ernähren, aber mit ärztlicher Absprache auch besonders wichtige Vitamine und Mikronährstoffe zu sich zu nehmen, um Ihnen und Ihrem Kind nicht zu schaden. Wie gut Sie bereits mit Mikronährstoffen versorgt sind lässt sich zunächst durch eine Ernährungsanalyse erkennen. Einen Schnelltest können Sie auch auf unserer Homepage machen: Ernährungscheck
Bleiben Ihnen aber dennoch Zweifel, sollten Sie eine Blutanalyse in Erwägung ziehen. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt.
Vitamin D findet sich vor allem in den folgenden Lebensmitteln:
• Aal
• Hering
• Forelle
• Pflanzenmargarine
• Hühnerleber
• Rinderleber
• Champions
• Steinpilze
• Eier
• Schlagsahne
• Gouda
• Emmentaler

Weitere interessante Informationen auch zu anderen Vitaminen finden Sie auf unserer Homepage im FAQ-Bereich.

Eine Liste von Vitamin D-haltigen Nahrungsmittel finden sie auf der Internetseite www.vitalstoff-lexikon.de

Die aktuelle Pressemitteilung zum Bericht in „Der Spiegel“ von Herrn Dr. Wolf Kirschner (Leiter der Evaluationsforschung der FB+E GmbH) finden Sie hier.